Lebenslauf von Hiltrud Heinrich

Lebenslauf
Jahrgang 1940

1969-1999 Gymnasiallehrerin (Biologie, Chemie, Geografie)
1985-86 Kunststudium in Pittsburgh/USA
ab1986 Computernutzung - seit 2000 auch als künstlerisches Hilfsmittel
Hiltrud Heinrich
Jahrzehntelange Teilnahme an handwerklichen und künstlerischen Kursen verschiedenster Art

 

3 Schwerpunkte künstlerischer Arbeit

I. Bilder mit mathematischem Hintergrund

      Mathematische Skulpturen - Surfer Bilder
            Programme: Surfer

Erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen internationalen Wettbewerben in Zusammenhang mit der
Wanderausstellung Imaginary des mathematischen Forschungsinstituts in Oberwolfach
(s. Imaginary - Mit den Augen der Mathematik )
1.Preis der „ZEIT“,
1.Preis von „Spektrum der Wissenschaft“,
1. Preis in Paris,
2. Preis in Zürich,
4 Plätze unter den ersten 10 Plätzen in Cambridge, diverse Ehrenplätze
Juni 2012: 3 Preise in Spanien, u. a. den Ästhetik-Preis des Wettbewerbs der
"Königlichen Spanischen Mathematischen Gesellschaft" ( für das Bild "Ohne Namen")
Weitere ausgezeichnete Bilder: "Bewegung" und "Ungeheuer".
1. Preis in Argentinien 2012

 

      3D Fractale
            Programme: Mandelbulber und Mandelbulb 3D

Bemerkungen einer Nicht-Mathematikerin zum Thema „Fraktale“
anlässlich meiner Ausstellung mit dem Titel „FRAKTALE (T)RÄUME“.
(der Text wurde verfasst unter Verwendung von Auszügen aus Wikipedia zu den einschlägigen Stichworten.)

„Fraktal“ ist ein von Benoît Mandelbrot geprägter, mathematischer Begriff (lat. fractus „gebrochen“), der natürliche oder künstliche Muster bezeichnet, die u. a. aus mehreren verkleinerten Kopien ihrer selbst bestehen. Man spricht dabei von Selbstähnlichkeit. Da ich diesen Text für Ausstellungsbesucher bzw. für Besucher meiner Website verfasse, und da die mathematischen Grundlagen für meine Arbeit keine Rolle spielen, äußere ich mich nicht zum Problem der nicht ganzzahligen, gebrochenen Dimensionalität, die den Fraktalen den Namen gab.
Die Selbstähnlichkeit muss nicht perfekt sein, wie die erfolgreiche Anwendung der Methoden der fraktalen Geometrie auf natürliche Gebilde wie Bäume, Wolken, Küstenlinien usw. zeigt. Die genannten Objekte haben eine mehr oder weniger selbstähnliche Struktur ( ein Baumzweig sieht ungefähr so aus wie ein verkleinerter Baum.) Ein oft genanntes Beispiel ist auch der grüne Blumenkohl Romanesco. Durch ihren Formenreichtum und den damit verbundenen ästhetischen Reiz spielen die Fraktale in der digitalen Kunst eine Rolle.
 
The Glorious Buddhabrot. Made by Wikipedia User:EvercatDas populärste Objekt der fraktalen Geometrie ist Mandelbrots „Mandelbrotmenge“(1978). Das sog. Apfelmännchen (Bild links ) hat
sogar Rechenmuffel fasziniert. Die Suche nach ästhetischen Bildern, die auf Gleichungen beruhen , trieb schon immer Menschen an und ließ sie nach neuen Formeln suchen.
 
Ich selbst habe das mit Hilfe des Programms Surfer viele Monate lang gemacht, dabei handelte es sich aber nicht um Fraktale. Zahlreiche Programmierer haben versucht, das Apfelmännchen in die 3. Dimension zu übertragen. (Daniel White, Paul Nylander, Krzysztof Marczak, Jesse, eine Gruppe von Leuten des fractal forums u.a.).
Mandelbrot selbst hat dreidimensionale Fraktale überall in der Natur gesehen, s.o. Brokkoli ,Wolken , Bäume. Anscheinend - wie erwähnt bin ich keine Mathematikerin - wurde zwar kein echtes dreidimensionales Äquivalent der Mandelbrotmenge gefunden aber ein Zugang zu einer neuen kreativen Welt geschaffen, der erst durch die Entwicklung schneller und leistungsfähiger Computer möglich wurde. Ohne einen Rechner mit viel Arbeits- speicher und einer guten Grafikkarte kann die Berechnung viele Stunden dauern.
 
Ich arbeite inzwischen mit 2 Programmen (von vielen), davon habe ich das erste nur durch Zufall entdeckt. Die Programme heißen Mandelbulber und Mandelbulb 3D, beide ermöglichen die Berechnung von 3D Fraktalen. Für Nicht –Mathematiker wie mich bieten die Programme verschiedene Fraktale (bzw. die dazugehörigen Bilder) als Ausgangsmaterial. Diese Beispiele kann man durch Veränderung zahlreicher Variablen umgestalten, so lernt man die Möglichkeiten der Programme kennen und kommt zu eigenen individuellen Bildern. Das klingt einfacher als es in Wirklichkeit ist. Tatsächlich ist es ein langwieriger, komplizierter Vorgang, wie so vieles beim Computer ein “learning by doing“. Wenn man aber genügend Geduld aufbringt, kann man auch ganz ohne mathematische Spezialkenntnisse eigene Bilder gestalten.

Meine ersten Versuche wurden vom 13.bis 29. 7.2012 in der Galerie im Alten Rathaus Jugenheim
( Künstlerkreis Seeheim-Jugenheim ) ausgestellt.

II. Fotoverfremdungen
            Programme: Photo Impact und Paint Shop Pro 7

III. Quilts

 

Ausstellungen

Gruppenausstellungen

2010, 2011, 2012
      Kulturtage in Seeheim-Jugenheim
Mai - Juni 2013
      „Strukturen der Erde“ - Gemeinschaftsausstellung des Künstlerkreises Seeheim-Jugenheim
September 2013
      Austellung der European Society for Mathematics and Art (ESMA) in Marseille
Dezember 2013
      „Wintermärchen“- Gemeinschaftsausstellung des Künstlerkreises Seeheim-Jugenheim
März - April 2014
      „Stadtlandschaften“- Gemeinschaftsausstellung des Künstlerkreises Seeheim-Jugenheim
Dezember 2014 - Januar 2015
      „Raunächte“- Gemeinschaftsausstellung des Künstlerkreises Seeheim-Jugenheim
Mai - Juni 2015
      „Rhythmus“- Gemeinschaftsausstellung des Künstlerkreises Seeheim-Jugenheim
November - Dezember 2015
      „Abenteuer Collagen“- Gemeinschaftsausstellung des Künstlerkreises Seeheim-Jugenheim
Mai 2016
      „Vier“- Gemeinschaftsausstellung des Künstlerkreises Seeheim-Jugenheim

Quilt Ausstellungen in Darmstadt, Jugenheim und Erlangen, zahlreiche Bilder im Internet

 

Einzelausstellungen

Februar 2010
      Ausstellung von mathematischen Bildern im Alten Rathaus von Jugenheim
      „Mathematik ist Kunst, Kunst ist Mathematik“
Januar 2011
      Mathematische Bilder am Hobit- Messestand des Fachbereichs Mathematik der TU Darmstadt
März 2011
      Fotoverfremdungen : „Computer- Fantasien“ in Jugenheim
Juli 2012
      „FRAKTALE (T)RÄUME“ - Mathematik von ihrer schönsten Seite in Jugenheim
Januar 2013
      „Fraktale“ in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt auf der Hobit Darmstadt
März - Juni 2013
      „Schöne Formeln“ in der Gemeindebücherei Seeheim
Dezember 2013 - April 2014
      „Schöne Formeln“ im Esperhaus, Erlangen/Uttenreuth
Juli - August 2014
      „Fraktale Stadtansichten“ in der Galerie „Art Bessungen“ in Darmstadt
November 2014
      „Fraktale Stadtansichten 2“ in der Galerie im Alten Rathaus von Jugenheim
April 2016
      „Fremde Welten“ (Neue Fraktale) in der Galerie im Alten Rathaus von Jugenheim